Interface Wien
Jugendliche begegnen in ihrem Alltag vielfältigen Formen von Gewalt. Erfahrungen von Ausgrenzung, Diskriminierung oder Belästigung können Gefühle von Überforderung, Ohnmacht und fehlender Zugehörigkeit verstärken und Konflikte im schulischen Umfeld verschärfen.
Der Workshop „Gefühle und Gewalt“ verbindet die Sensibilisierung für unterschiedliche Erscheinungsformen von Gewalt mit der Stärkung emotionaler und sozialer Kompetenzen. Wir gehen gemeinsam der Frage nach, warum Menschen sehr unterschiedlich erleben, was sie verletzt – und wie Gewalt jenseits rein körperlicher Übergriffe sichtbar wird. Dabei knüpft der Workshop konsequent an die Lebenswelt junger Menschen an.
Ein zentraler Schwerpunkt liegt auf dem Zusammenspiel von Emotionen, Konflikten und eigenem Verhalten. Die Teilnehmenden reflektieren ihre Gefühle, typische Konfliktmuster und ihre Rolle in Gruppen, etwa im Klassenverband. Ziel ist es, das eigene Handeln besser zu verstehen und konstruktive, gewaltfreie Alternativen zu entwickeln.
Die Schüler*innen lernen gewaltfreie Kommunikations- und Handlungskonzepte kennen und erproben diese praktisch, z. B. in Rollenspielen. Dialogfördernde Techniken, Perspektivwechsel sowie das Hinterfragen von Entweder-oder-Logiken unterstützen dabei, Konflikte differenzierter wahrzunehmen und zu deeskalieren. Mit interaktiven, kreativen und reflektiven Methoden vermittelt der Workshop praxisnahe Kompetenzen zur Prävention von Gewalt innerhalb und außerhalb des Klassenzimmers.