Theater der Unterdrückten Wien (TdU Wien)
Der Workshop richtet sich an Menschen, die erst seit wenigen Jahren in Österreich leben und fokussiert Gender-Themen. Er fördert Orientierung, Identitätsentwicklung und gesellschaftliche Teilhabe und wird im Tandem von einer*m Trainer*in mit Fluchterfahrung und einer*m Theaterpädagog*in geleitet.
Zentral ist das Kennenlernen von Vorbildern, die ähnliche biographische Wege erlebt haben. Fokus liegt auf dem Ankommen in Österreich, der Reflexion von Rollen, Geschlechteridentität und geschlechterreflektierten Zugängen zu Männlichkeit, Weiblichkeit und Gendervielfalt. Themen wie Nähe und Grenzen, Konsens, Sexualität, Verhütung, familiäre Erwartungen und Loyalitätskonflikte werden sensibel, ressourcenorientiert und zielgruppengerecht bearbeitet.
Interaktive Methoden, Rollenspiele, Forumtheater, Biographiearbeit und Diskussionen machen alltägliche Herausforderungen sichtbar und eröffnen Handlungsmöglichkeiten. Eigene Erfahrungen können eingebracht, reflektiert und im geschützten Raum erprobt werden. Biographische Erzählungen der Workshopleitenden schaffen Vertrauen, zeigen Bewältigungsstrategien und normalisieren Unsicherheiten im Ankommensprozess. Ziel des Workshops ist die Stärkung von Selbstwirksamkeit, Orientierung und die Förderung einer reflektierten, selbstbestimmten Lebensgestaltung.
Der Workshop kann geschlechtergemischt sowie in geschlechtergetrennten Gruppen durchgeführt werden. Er wurde von Trainer*innen mit Fluchterfahrung und Theaterpädagog*innen entwickelt.