Jüdisches Museum Hohenems
Hohenems wird im Jahr 1938 für viele jüdische FluchtMigrant*innen zu einem möglichen Tor in die Freiheit. Zahlreiche Menschen versuchen hier der nationalsozialistischen Vernichtungspolitik zu entkommen und wagen zunächst auf legalem, bald jedoch auf illegalem Weg die Flucht in die Schweiz. Diesen Spuren folgen wir – zu Fuß oder mit dem Rad.
Vor Beginn der Exkursion erfolgt in der Dauerausstellung des Jüdischen Museums eine Annäherung an jüdische Lebenswelten. Ergänzend wird das Themenfeld Antisemitismus im Vorfeld des aufkommenden Nationalsozialismus niederschwellig, altersgerecht und interaktiv behandelt.
Im Anschluss daran beginnt die Exkursion und wird von Audio-Interviews mit damaligen FluchtMigrant*innen als auch Fluchthelferinnen begleitet. Wir hören persönliche Lebensgeschichten, aber auch Berichte über die Herausforderungen eines neuen Lebens nach einer geglückten Flucht in der Schweiz. Zu Wort kommen zudem jene Menschen, die bereit waren, diesen FluchtMigrant*innen zu helfen und dafür ihre eigene Zukunft riskierten.
Die Exkursion ist dialogisch angelegt. Sie umfasst dramapädagogische Elemente, Phasen der Wissensaneignung durch das Hören von Zeitzeug*innenberichten und das Betrachten historischer Bildquellen sowie gemeinsame Reflexionsphasen.
Die Route führt vom Jüdischen Museum Hohenems bis an den Alten Rhein und über die Staatsgrenze in die Schweiz.
Insgesamt werden etwa vier Kilometer Wegstrecke zurückgelegt.