Inclusion24
Im Workshop erleben Schüler:innen der 1.–9. Schulstufe die Österreichische Gebärdensprache (ÖGS) und die Kultur gehörloser Menschen aus erster Hand. Eine gehörlose Workshopleitung, begleitet durch eine:n ÖGS-Dolmetscher:in, vermittelt praxisnah grundlegende Gebärden, das einhändige Fingeralphabet und einfache Wörter für Alltagssituationen. Die Teilnehmenden erfahren, warum Gebärdensprache eine vollwertige Sprache ist, wie Kommunikation ohne Lautsprache funktioniert und welche Barrieren – aber auch Ressourcen – es im Alltag gibt.
Über spielerische Methoden, Bewegung und dialogischen Austausch werden Vorurteile abgebaut, Neugier gefördert und Perspektivwechsel ermöglicht. Der Workshop stärkt demokratische Werte, indem er die Rechte sprachlicher Minderheiten sichtbar macht, Diskriminierung thematisiert und Teilhabe erlebbar macht.
Ziele:
• erste ÖGS-Kenntnisse erwerben und Gebärden anwenden
• Einblick in Kultur und Lebensrealität gehörloser Menschen bekommen
• Berührungsängste abbauen, respektvolle Kommunikation stärken
• sprachliche Vielfalt als gesellschaftliche Ressource erkennen
Methoden:
Gebärdenlernen, Fingeralphabet, interaktive Gruppen‑ und Bewegungsspiele, dialogischer Austausch, spielerische Wiederholung.
Setting & Rahmen:
Wegen der altersadäquat aufbereiteten Durchführung im Klassenverband, benötigt der Workshop einen Klassenraum mit Bewegungsfläche. Der Workshop ist diskriminierungsfrei, achtsam und stärkt Empowerment statt Defizitblick.