Theater der Unterdrückten Wien (TdU Wien)
Was tue ich, wenn ich etwas Ungerechtes sehe oder erlebe? In diesem Workshop arbeiten wir mit Situationen von Ungerechtigkeit, Ausgrenzung und Diskriminierung, die Jugendliche aus ihrem Alltag einbringen. Oft geht es dabei um Vorurteile, Genderrollen, Machtverhältnisse, Klassengemeinschaft oder gesellschaftliche Zuschreibungen. Diese Erfahrungen werden mit spielerischen Theater-Methoden sichtbar gemacht und gemeinsam reflektiert. Die Teilnehmenden gestalten Szenen, die in weiterer Folge gemeinsam diskutiert und verändert werden - dabei erleben sie, dass auch Ungerechtigkeit nicht naturgegeben ist, sondern verändert werden kann.
Jugendliche können in einem spielerischem Kontext die Realität neu erproben und alternative Handlungsweisen kennenlernen. Gemeinsam erforschen sie Strategien für Zivilcourage und gewaltfreie Konfliktlösung. Indem sie in Rollen und Positionen eintauchen, gewinnen sie Verständnis für andere Sichtweisen und stärken dabei ihre Empathie, Ausdrucksfähigkeit und demokratische Handlungskompetenz.
Mit Methoden des Theaters der Unterdrückten nach Augusto Boal schaffen wir einen geschützten Raum, in dem Unterdrückungserfahrungen als Teil gesellschaftlicher Strukturen betrachtet werden und in dem demokratisches Handeln nicht nur besprochen, sondern erlebt wird.
Der Workshop stärkt Zivilcourage, Selbstwirksamkeit, soziale Kompetenzen und die Klassengemeinschaft – und ermutigt Jugendliche, sich als aktive Mitgestalter*innen der Gesellschaft zu erleben!