Plattform Migration Kärnten
Ziele
Wissen: Grundzüge des Asylsystems in Österreich, Begriffe.
Reflexion: Konstruktion des „Anderen“, Vorurteile, Macht von Sprache und Bildern.
Empathie & Handlung: Perspektivwechsel, Zivilcourage, lokale Unterstützungsoptionen.
Ablauf
Der Workshop beginnt mit einem gemeinsamen Ankommen, der Klärung eines respektvollen Rahmens und dem Sammeln von Erwartungen. Anschließend werden vorhandene Vorstellungen zu Flucht und Asyl sichtbar gemacht und mit Informationen zu Begriffen ergänzt, um gängige Mythen zu relativieren.
Darauf folgt eine Phase der Perspektivübernahme: Die Jugendlichen beschäftigen sich mit unterschiedlichen Lebensrealitäten und reflektieren, wie Wahrnehmungen entstehen und welche Rolle Kontext und Deutung spielen. Anschließend wird diskutiert, wie Erzählweisen und Bilder „Wir–Die“-Grenzen formen und welche Effekte dies auf Einstellungen hat.
Eine dialogische Übung vertieft ethische Spannungsfelder und zeigt, wie rechtliche, soziale und persönliche Perspektiven zu unterschiedlichen Bewertungen führen. Sorgsam kuratierte Materialien ermöglichen eine Begegnung mit Erfahrungen, die Ressourcen und Handlungsmacht betonen. Der Workshop bleibt traumasensibel, um verschiedenen Hintergründen gerecht zu werden und nachhaltige Denkanstöße zu setzen.
Methoden
Barometer, Gruppenarbeit, Fishbowl, Gallery Walk, Rollenplay, Silent Reflection.
Traumainformiert: keine Detailschilderungen von Gewalt, Exit-Optionen, Trigger-Hinweise.