Jüdisches Museum Hohenems
Ob in Kommentaren, Memes oder kurzen Videos: Antisemitische Verschwörungserzählungen begegnen uns häufig – oft beiläufig und unbemerkt. Der Workshop greift diese Alltagserfahrungen auf und verbindet sie mit einer altersgerechten Auseinandersetzung mit den historischen Ursprüngen sowie Kontinuitäten antisemitischer Narrative. Ziel ist es, antisemitische Denk- und Handlungsmuster verständlich zu machen und ihre aktuelle Verbreitung und Erscheinungsformen zu erkennen und gemeinsam kritisch zu reflektieren.
Die Dauerausstellung des Jüdischen Museums Hohenems bildet den Ausgangspunkt des Workshops. Sie wird durch den Einsatz interaktiver Methoden erschlossen und ermöglicht einen anschaulichen Zugang zum Themenfeld Antisemitismus. Dabei werden unterschiedliche Lernvoraussetzungen der Teilnehmenden berücksichtigt sowie der Raum für eigene Perspektiven und Beobachtungen, aber auch offene Fragen und Dialoge geschaffen.
Ein Schwerpunkt des Workshops liegt auf der Förderung von Medienkompetenz: Die Teilnehmenden lernen, Verschwörungserzählungen in sozialen Medien zu erkennen und zu hinterfragen. Anhand lebensweltlicher Beispiele werden Mechanismen von Online-Narrativen sichtbar gemacht und dekonstruiert.
Der Workshop arbeitet niedrigschwellig, dialogisch und zielgruppenorientiert. Er stärkt die Teilnehmenden darin, eine reflektierte Haltung zu entwickeln und sicher sowie selbstbewusst mit antisemitischen Verschwörungserzählungen – online als auch offline – umzugehen.