Omar Khir Alanam
In diesem Workshop geht es um die innere Zerrissenheit zwischen Herkunft und Ankommen, zwischen Erwartungen von außen und der eigenen Selbstbestimmung.
Ich erzähle aus meinem eigenen Leben. Vom Ankommen in Österreich, vom Bleiben, vom Dazwischen und von der bewussten Entscheidung, diesen neuen Ort Heimat zu nennen. Mit biografischem Erzählen, interaktiven Übungen und Rollenspielen nähern wir uns gemeinsam Themen, die viele Jugendliche beschäftigen, aber selten offen ausgesprochen werden: Identität, Ausgrenzung, Ehre, Sexismus, patriachale Geschlechterrollen, Gewalt und Vorurteile.
Durch gezielte Perspektivwechsel erleben die Jugendlichen, dass Vorstellungen von Zugehörigkeit, Ehre und Gleichwertigkeit nicht selbstverständlich sind, sondern erlernt und geprägt werden. Sie wechseln die Rolle vom Einheimischen zum Migranten, vom Sohn zur Tochter, vom Beurteilenden zum Beurteilten und erkennen, wie schnell sich Blickwinkel verändern können.
Ziel dieses Workshops ist keine Belehrung, sondern ein geschützter Raum für ehrliches Nachdenken, respektvollen Austausch und neue Sichtweisen auf das Ich und das Wir.
Ziele des Workshops:
Reflexion über Herkunft, Zugehörigkeit und Heimat
Erkennen und Hinterfragen von Vorurteilen und Rollenzuschreibungen
Förderung von Empathie und Perspektivwechsel
Auseinandersetzung mit Geschlechterrollen und kulturellen Erwartungen
Stärkung von Selbstbewusstsein und Vielfalt als gemeinsame Stärke