Relimusen - Institut für interkulturelle und interreligiöse Bildung OG
Im interreligiösen Teamteaching (christlich–muslimisches Trainer*innen-Tandem) lernen Schüler*innen lebensweltbezogen das Verhältnis von Staat/Politik und Religion im Schulalltag kennen. Ausgehend von aktuellen Fragen (z. B. zu religiösen Praktiken, Symbolen, Feiern oder dem Religionsunterricht) werden zentrale Begriffe wie Demokratie, Gewaltenteilung, Säkularismus, staatliche religiöse/weltanschauliche Neutralität, Grund- und Menschenrechte in Verbindung mit Religion in der Schule geklärt, durch didaktische Verschränkung kurzer Inputs und einem Multiple-Choice-Rätselquiz. Die Arbeit mit christlichen und islamischen Textimpulsen (AT/NT; Qur’an/Sunna) lässt sie erkennen, wie daraus ableitbare Werte in Beziehung zu Grund- und Menschenrechten (EMRK/StGG) stehen. Kernformat ist ein Schüler*innenparlament: In Fraktionen (Neutralität, Vielfalt, Tradition, Glaubensfreiheit; in Sek. II optional die Negativfolie „Fanatismus/Radikalisierung“) wird über ein im Plenum demokratisch gewähltes Thema verhandelt und ein begründeter Regelvorschlag mit drei Begründungsrichtungen (rechtlich, ethisch, religiös/weltanschaulich) entwickelt. Dieser wird im Plenum präsentiert, diskutiert und - mit Argumenten und Kompromissen –konsolidiert, um abschließend über einen beschlussreifen Regelvorschlag geheim abzustimmen (freies Mandat). Eine kurze Pressekonferenz und ein Transferimpuls für Schule und gesellschaftliches Zusammenleben schließen den Workshop ab.