Europäisches Trainings- und Forschungszentrum für Menschenrechte und Demokratie (ETC Graz)
In dieser Simulation des UN-Menschenrechtsrates setzen sich 15 bis 40 Teilnehmende ab 16 Jahren intensiv mit der Frage auseinander, ob die Todesstrafe mit den Menschenrechten vereinbar ist. Indem die Jugendlichen in die Rollen von Staatenvertreter:innen, internationalen Organisationen sowie Akteur:innen der Zivilgesellschaft schlüpfen, erkunden sie die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen und demokratischen Werte, die internationalen Abkommen zugrunde liegen. Mithilfe detaillierter Rollenprofile bereiten sie sich auf die Verhandlungen vor.
Der methodische Fokus liegt auf der praktischen Kommunikation und Konfliktbearbeitung: Die Teilnehmenden erproben diplomatische Strategien, um in kontroversen Debatten tragfähige Kompromisse auszuhandeln, zumal am Ende eine gemeinsame Resolution zu verabschieden ist. Dieser Prozess fördert das soziale Miteinander und die Ambiguitätstoleranz, da durch den Perspektivenwechsel auch gegensätzliche Standpunkte empathisch nachvollzogen werden müssen. In der abschließenden Auswertung wird das Geschehene reflektiert und mit realen Entwicklungen verglichen, um das Verständnis für demokratische Prozesse und die aktive Mitgestaltung der Gesellschaft nachhaltig zu stärken. Darüber hinaus vermittelt die Konferenzsimulation grundlegendes Wissen über Menschenrechte und die Arbeit der Vereinten Nationen.