Friedensbüro Salzburg
Während der NS-Zeit wurden schätzungsweise eine halbe Million Sinti und Roma ermordet. Bis heute werden sie häufig nicht als Opfer des NS-Regimes anerkannt, zudem sind sie nach wie vor in vielen Ländern diskriminiert und mitunter von Pogromen betroffen. Auch in Salzburg wurden 1940 Roma und Sinti zusammen getrieben und eingesperrt, in ein Lager in Maxglan gebracht und später (ein Großteil dieser Menschen) nach Ausschwitz deportiert. Heute ist das Thema Antiziganismus stark mit der Thematik der Notreisenden verbunden.
Der Workshop startet mit einem Blick in die Geschichte der Sinti und Roma, ihre Lebensweisen und Bräuche erzählt. Wir stellen die Frage, was es für das Leben von Sinti und Roma bedeutete, als Rassismus im nationalsozialistischen Regime zur Staatsdoktrin wurde. Allgemeine Fragen der Abwertung anderer Gruppen, insbesondere bezogen auf Vorurteile, Rassismus und Diskriminierung, werden diskutiert.
Das Besondere an diesem Workshop: Anhand eines biographischen Gesprächs mit einer in Salzburg lebenden Sintiza wird die Geschichte einer Familie von der Zwischenkriegszeit bis heute nachgezeichnet und eben genau diese Fragen von Vorurteilen, Diskriminierung und Rassismus reflektiert.
Schüler*innen können in geschütztem Rahmen Fragen stellen, ihre eigenen Wahrnehmungen erzählen, eine offene Debatte ist erwünscht. Vorurteile sollen thematisiert und hinterfragt werden können, ein neugieriger Blick zum miteinander Lernen anregt werden.