VsUM / mental health days
Suizid zählt zu den häufigsten Todesursachen bei jungen Menschen. Gleichzeitig herrscht oft Unsicherheit darüber, wie man das Thema verantwortungsvoll anspricht. Dieser Workshop zeigt: Eine sachliche, lösungsorientierte Auseinandersetzung kann schützen – Schweigen hingegen hilft nicht.
Der Ansatz:
Im Mittelpunkt steht der wissenschaftlich belegte suizidpräventive Papageno-Effekt. Statt theoretischer Vorträge arbeiten wir multimedial und auf Augenhöhe:
Basierend auf der Expertise von Medienprofi und Papageno-Preisträger Golli Marboe analysieren wir gemeinsam Videos und Social-Media-Clips aus der Lebenswelt der Jugendlichen. Wir zeigen, wie mediale Darstellungen entweder das Risiko verstärken (Werther-Effekt) oder Hoffnung und Bewältigungsstrategien sichtbar machen (Papageno-Effekt), u.a. anhand positiver Peer-Beispiele.
• Enttabuisierung und sichere Gesprächskultur
• Kritische Medienkompetenz im Umgang mit „Sad-Fishing“ und Algorithmen
• Handlungssicherheit: Warnsignale erkennen und Hilfe holen
• Kenntnis konkreter Anlaufstellen
Methodik: Video-Impulse, anonyme Mentimeter-Umfragen und moderierte Diskussion. Orientierung an den SUPRA-Leitlinien (keine Darstellung von Suizidmethoden).
Bitte beachten Sie: Dieser Workshop ist primärpräventiv ausgerichtet und dient der Wissensvermittlung, nicht der therapeutischen Intervention.
Er wird nicht in akuten Krisensituationen oder unmittelbar nach einem Anlassfall durchgeführt.