Sensibilisierung Initiative
Ein einziger Satz kann verletzen – vor allem dann, wenn ihn plötzlich viele lesen. Ein geteiltes Bild oder eine weitergeleitete Nachricht kann Scham auslösen, Vertrauen zerstören und lange nachwirken. Cybermobbing ist für viele Kinder und Jugendliche Teil ihres Alltags und beginnt oft scheinbar harmlos.
Im Workshop „Wenn Worte wehtun – Cybermobbing & digitale Verantwortung“ setzen sich KiJu mit Formen digitaler Ausgrenzung auseinander: Beleidigende Nachrichten, peinliche Memes, das Weiterverbreiten privater Inhalte ohne Zustimmung, anonymes Beschimpfen oder öffentliches Bloßstellen. Auch das Zuschauen, Liken oder Schweigen wird als Teil der Dynamik thematisiert.
Gemeinsam wird erarbeitet, wo die Grenze zwischen Spaß und Grenzüberschreitung liegt, was Cybermobbing ist und welche Rollen es in solchen Situationen gibt. Die KiJu entwickeln konkrete Handlungsmöglichkeiten: Was kann ich tun, wenn ich selbst betroffen bin? Wie kann ich reagieren, wenn ich Cybermobbing mitbekomme?
Der Workshop arbeitet mit altersgerechten Methoden wie Perspektivwechseln, Fallbeispielen aus dem Alltag, kurzen Inputs, Diskussionen und praxisnahen Übungen. In einem kurzen Vortragsteil werden zentrale Begriffe, typische Formen von Cybermobbing und rechtliche Rahmenbedingungen verständlich erklärt. Ziel ist es, Empathie, Zivilcourage und Verantwortungsbewusstsein im digitalen Raum zu stärken. Es geht nicht darum, Schuldige zu suchen, sondern darum, die Wirkung von Sprache und Handeln sichtbar zu machen.