DERAD
Antidemokratische, gegen eine pluralistische Gesellschaft gerichtete Weltanschauungen sind auf dem Vormarsch, oft verbunden mit einer gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit die sich beim Nahostkonflikt in zwei Richtungen polarisiert hat. Gespeist werden die Bilder und Konzepte über den Nahostkonflikt, insbesondere die über Israel und seine auf unterschiedliche Weise involvierten Nachbarstaaten, durch Propaganda und einseitige Darstellung von Ereignissen. Informationen aus unterschiedlichen Quellen, die sich oft ungeprüft über die Sozialen Medien und Handys weitergeleitet werden, haben inzwischen zu einem antiisraelischen Antisemitismus geführt, wo Israel „der Jude unter den Staaten“ wurde. In Folge werden antijüdische Klischees und ein damit verbundener Aktionismus, wie Boykott westlicher und angeblich jüdischer Waren und Marken propagiert. Dies geht mit Unwissenheit über die historischen Abläufe der Staatenbildung in dieser Region (nicht nur) einher. Die komplexe Geschichte wird reduziert auf das Postulieren einfacher Feindbilder und Lösungen, wie „from the river tot he sea, Palestine will be free“, ohne die dahintersteckende Forderung alle Menschen jüdischer Herkunft zu vertreiben oder die heterogene israelische Gesellschaft zu verstehen. Auch die treibenden ideologisch extremistischen Kräfte der Hizbullah, Hamas und das BDS werden in jüngster Zeit positiv verklärt, obwohl es sich hier, bei den ersten zwei Genannten, auch um verbotene Terrororganisationen handelt.