Fremde werden Freunde
Der Workshop Diskriminierungsfreie Schule unterstützt Jugendliche dabei, kulturelle Vielfalt zu verstehen und respektvolle Verhaltensweisen im Alltag und im Internet zu entwickeln. Zu Beginn setzen sich die Teilnehmenden mit einfachen Fragen zu Kultur und Identität auseinander und erkennen, welche sichtbaren und unsichtbaren Merkmale Menschen prägen. In Gesprächsrunden und durch ein kreatives Identitätsbild reflektieren sie ihre eigenen Erfahrungen, Interessen und Erwartungen aus ihrem Umfeld. Anschließend lernen sie, wie Stereotype und Vorurteile entstehen und welche Auswirkungen sie auf betroffene Personen haben. Ein Video sowie Austausch in Partnerarbeit helfen dabei, diese Mechanismen bewusst wahrzunehmen. Mit der Übung Gewaltbarometer erfahren die Jugendlichen, dass Situationen je nach Hintergrund sehr unterschiedlich eingeschätzt werden und entwickeln ein Verständnis für verschiedene Formen von Ausgrenzung. Im letzten Teil setzen sie sich mit Rassismus, Hass im Netz und digitalen Feindbildern auseinander. In kleinen Gruppen werden Möglichkeiten erarbeitet, wie man in diskriminierenden Situationen reagieren und andere unterstützen kann. Der Workshop nutzt Gespräche, kreative Methoden, Videos und Übungen im Raum. Die Sprache wird an Alter und Sprachniveau angepasst. Ziel ist es, Empathie, Zivilcourage und kritisches Denken zu fördern und die Jugendlichen dazu zu befähigen, aktiv für ein respektvolles Miteinander einzutreten.