Institut für Migrationspädagogik
Der Workshop richtet sich an Schüler:innen der Sekundarstufe I und II und basiert auf Videos und Lernmaterialien der Plattform www.migrationsgeschichten.at. Anhand persönlicher Videoportraits lernen die Teilnehmenden unterschiedliche Lebensrealitäten kennen und setzen sich altersgerecht mit Fragen von Zugehörigkeit, Vielfalt und Zusammenleben auseinander. Biografische Erzählungen machen sichtbar, wie Migration individuelle Lebenswege und gesellschaftliche Strukturen prägt.
Ein inhaltlicher Schwerpunkt liegt auf Essen als Alltagskultur. Essen wird als Zugang zu Themen wie Identität, Erinnerung und Austausch genutzt und zugleich als Beispiel dafür, wie Migration unsere Gesellschaft und Alltagspraktiken mitgestaltet. Nach dem gemeinsamen Ansehen ausgewählter Videos werden zentrale Eindrücke in der Gruppe besprochen. Anschließend vertiefen die Schüler:innen individuell oder in Kleingruppen eine ausgewählte Person mithilfe von Zusatzmaterialien und Leitfragen, die Reflexion zu Vorurteilen, Gemeinsamkeiten und Unterschieden anregen.
Die Teilnehmenden gestalten ein kurzes Produkt (z.B. Steckbrief), in dem sie die kennengelernte Person vorstellen und zentrale Aspekte festhalten. Vielfalt wird dabei als Normalität und Ressource einer Migrationsgesellschaft benannt. Der Workshop fördert Empathie, respektvolle Kommunikation und die Fähigkeit, Erfahrungen anderer ohne Zuschreibungen oder Stereotype wahrzunehmen, und stärkt damit den reflektierten Umgang mit Vielfalt und Vorurteilen.