Europäisches Trainings- und Forschungszentrum für Menschenrechte und Demokratie (ETC Graz)
Menschenrechtlich problematische Aussagen und klare Menschenrechtsverletzungen finden sich zunehmend im öffentlichen gesellschaftlichen wie auch im politischen Diskurs. In den Debatten wird dabei immer häufiger auf die Freiheit der Meinungsäußerung verwiesen, ohne zu berücksichtigen, dass dieses Recht nicht grenzenlos gilt. Es endet dort, wo die Rechte und die Würde anderer Menschen verletzt werden. Im Workshop wird dieses Spannungsfeld zwischen Meinungsfreiheit, politischer Kommunikation und Menschenrechten aufgegriffen. Die Schüler:innen arbeiten mit aktuellen Beispielen aus Medien, politischen Diskussionen und Kampagnenmaterialien, die im Hinblick auf menschenrechtlich relevante Aspekte analysiert werden. Dabei stehen Fragen im Mittelpunkt wie: Werden hier Menschenrechte verletzt? Welche? Warum? Wie lassen sich problematische Aussagen oder Ausgrenzung „zwischen den Zeilen“ erkennen? Welche Handlungsmöglichkeiten gibt es im öffentlichen Diskurs? Und welche rechtlichen Rahmenbedingungen sind zu beachten?
Ziele: Bewusstsein für die Verletzung von Menschenrechten in gesellschaftlichen und politischen Diskursen zu schärfen und gemeinsam Strategien zu entwickeln, um dem entgegen zu treten.
Methoden: Gruppendiskussion; Soziometrische Aufstellung; Analyse von problematischen Materialien