Granatapfel Kulturvermittlung
Ein Koffer voll Erinnerung ist ein historischer Workshop zur Shoah- und Holocaust Education, der Schüler*innen einen biografischen und altersadäquaten Zugang zur Geschichte der nationalsozialistischen Verfolgung eröffnet. Ausgangspunkt ist ein symbolischer Koffer mit Erinnerungsobjekten und Dokumenten, die stellvertretend für individuelle Lebensgeschichten stehen.
Durch die Arbeit mit diesen Zeitdokumenten wird Geschichte greifbar. Die Teilnehmenden setzen sich mit Fragen auseinander wie:
Was erzählen persönliche Gegenstände über das Leben während der Shoah?
Wie lassen sich historische Fakten mit individuellen Schicksalen verbinden?
Welche Bedeutung haben Erinnerung und Verantwortung für unsere Gegenwart?
Der Workshop ist dialogisch und erfahrungsbasiert. Methoden wie Stationenbetrieb, Gruppenarbeit, kurze Filmsequenzen und Reflexionsphasen fördern Empathie, historisches Bewusstsein und eigenständiges Denken. Die Inhalte werden sensibel vermittelt und mit aktuellen Fragen zu Antisemitismus, Menschenrechten und demokratischem Zusammenleben verknüpft.
Teilnehmende mit unterschiedlichen kulturellen Hintergründen oder Migrationsbiografien werden professionell begleitet.
Der Workshop wird häufig in der Vor- oder Nachbereitung eines Gedenkstättenbesuchs eingesetzt und unterstützt Schulen dabei, Erinnerungskultur nachhaltig zu vermitteln und eine reflektierte Auseinandersetzung mit Geschichte und Gegenwart zu fördern.