SCENOR
In dieser Vertiefung zu „Cool sein, cool bleiben“ lernen Jugendliche, wie scheinbar harmlose Posts und Memes Abwertung normalisieren und Grenzen des Sagbaren verschieben. Anhand jugendnaher Beispiele werden Meinung, Hassrede und extremistische Propaganda unterschieden und typische Strategien wie „nur Spaß“, Codes und Rollenbilder erkannt. Ein Fokus liegt auch auf toxischen Männlichkeitsvorstellungen und antifeministischen Narrativen als ideologieübergreifende Brücken zu autoritären und extremistischen Deutungsmustern.
Ziel ist, dass Jugendliche demokratische Werte als Orientierungsrahmen für digitale Streitkultur nutzen, auch subtile Formen von Extremismus richtig einordnen können, und durch praktische Übungen sichere Handlungsoptionen für ihren Alltag erproben.
(Empfohlen als Aufbau nach „Cool sein, cool bleiben. Resilient gegen Online-Extremismus und Radikalisierung“, ist aber auch eigenständig buchbar.)
Zu den angewendeten Methoden zählen:
• Kurzinputs und Diskussionen, kombiniert mit gemeinsamen Analysen jugendnaher Online-Inhalte (z. B. Posts, Memes, Codes) sowie kurzen Aktivierungsfragen/Quiz. Auswahl, Sprache und Tiefe werden an Alter, Gruppendynamik und ggf. thematische Schwerpunkte der Klasse angepasst.
• Praxisübungen in Form von Gruppenarbeiten zur Einordnung und Begründung von problematischen Inhalten sowie ggfls. eines Rollenspiels zur Erprobung und Reflexion realitätsnaher Reaktionsstrategien; Umfang und Format werden situativ an die Gruppe angepasst.