Verein sprungbrett
Gerade in stark männlich dominierten Ausbildungsfeldern berichten Mädchen* und junge Frauen* überdurchschnittlich häufig von Grenzüberschreitungen, sexualisierter Sprache, stereotypen Rollenbildern oder subtilen Ausschlussmechanismen. Solche Erfahrungen – auch wenn sie nicht immer als „offene“ Belästigung benannt werden – tragen wesentlich dazu bei, dass sich Schülerinnen* weniger zugehörig fühlen, ihre Leistungen infrage stellen oder technische Berufe insgesamt als wenig attraktiv wahrnehmen. Dies kann sich unmittelbar auf Motivation, psychisches Wohlbefinden und Drop-out-Raten auswirken.
Workshops zum Thema sexualisierte Belästigung am Arbeitsplatz setzen hier präventiv und strukturell an. Sie leisten einen wichtigen Beitrag zur Schaffung eines sicheren Lern- und Ausbildungsumfelds, indem sie:
• für unterschiedliche Formen von Belästigung und Grenzüberschreitungen sensibilisieren,
• subjektive Wahrnehmungen und persönliche Grenzen legitimieren,
• Wissen über Rechte, Handlungsmöglichkeiten und Unterstützungsangebote vermitteln,
• Selbstwahrnehmung, Selbstvertrauen und Handlungskompetenz von Schülerinnen* stärken.
Darüber hinaus tragen die Workshops auch zur Attraktivierung technischer und gewerblicher Berufe für Frauen* bei. Ein Ausbildungsumfeld, das Belästigung thematisiert, klare Grenzen vermittelt und Unterstützung sichtbar macht, signalisiert: Diese Ausbildung und damit verknüpfte Berufe stehen Frauen* offen – und ihre Sicherheit und Würde sind relevant.