Jüdisches Museum Hohenems
Der Krieg zwischen Israel und der Hamas seit dem Terrorangriff vom 7. Oktober 2023 prägt bis heute die internationale Politik, die Medienlandschaft und nicht zuletzt den Alltag junger Menschen. Militärische Eskalationen, fragile Waffenruhen, eine dramatische humanitäre Lage im Gazastreifen sowie anhaltende Spannungen in der gesamten Region sorgen für eine dauerhafte Präsenz des Themas in Nachrichten und sozialen Netzwerken.
Kaum ein Konflikt emotionalisiert und polarisiert so stark wie dieser. Neben den realen Kampfhandlungen findet längst ein digitaler „Krieg der Bilder und Narrative“ statt: In sozialen Medien kursieren verkürzte Darstellungen, einseitige Schuldzuweisungen und gezielte Desinformation. Diese Inhalte erreichen Jugendliche oft ungefiltert über TikTok, Instagram oder YouTube.
In unserem Workshop schaffen wir einen geschützten pädagogischen Raum, in dem Jugendliche und junge Erwachsene Fragen stellen, Emotionen äußern und unterschiedliche Perspektiven kennenlernen können. Wir sprechen über den aktuellen Krieg ebenso wie über zentrale Aspekte der Konfliktgeschichte und arbeiten dabei multiperspektivisch und biografisch.
Die Positionen der Teilnehmenden nehmen wir ernst und diskutieren respektvoll – mit einer klaren Haltung gegen Terrorismus und Menschenfeindlichkeit sowie für Menschenrechte und demokratische Werte. Ziel ist es, Orientierung zu geben, Medienkompetenz zu stärken und die Fähigkeit zur eigenen Urteilsbildung zu fördern.